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Architekturbüro Charly Rickmers

Büro für Mauerwerksbau, Gebäudesanierung und ökologisches Bauen

 Neue Konzepte

Neue Konzepte zur Fortentwicklung des friesischen Hauses sind überfällig!

In der Vergangenheit gab es folgende Weiterentwicklungen zu verzeichnen:

18./19. Jhdt.: Entwicklung vom Ständerbau zum Mauerwerksbau

18/19. Jhdt.: Entwicklung vom  einfachen Grundriß zum Bau in die 5 oder in die 7

20. Jhdt.: Pfanne, bzw. Schiefer als Material zum Eindecken

20. Jhdt.: 2-schalige Wand mit Luftschicht und Einbau der Fenster mit Anschlag

20. Jhdt.:  Einführung von Beton als Material für Fundamente, Decken und Stürze

20. Jhdt.: Verwendung von überfälzten Fenstern mit 2 Dichtungsebenen

20. Jhdt.: Verwendung von 2-Scheiben-Isolierglas sowie Kunststoff als Rahmenmaterial  

Was es zu bewahren gilt:

- die Gestalt des friesischen Hauses, wie sie in den meisten Ortsgestaltungssatzungen der Gemeinden auf Föhr festgeschrieben ist: “die Gebäudeform des langgestreckten .... Haustyps mit (Krüppelwalmdach, Backengiebel, Scheunentor und) niedrig gehaltenem Mauerwerk.

Wobei das Krüppelwalmdach nur bei reetgedeckten Gebäuden festgeschrieben sein sollte. Bewahrt und fortentwickelt werden sollte aber die langgestreckte Form , ein wie auch immer gearteter Giebel sowie die Ausführung in Backstein! 

Worauf verzichtet werden kann:

- auf unnötige Symmetrie in der Fassade!

alte Friesenhäuser hatten keine symmetrische Fassade, weil die Funktionen zu beiden Seiten des Giebels vollkommen verschieden waren. Deshalb saß der Giebel auch fast nie in der Mitte. In den letzten Jahren hat sich eine Vorliebe für Symmetrie eingebürgert, die für den Grundrißzuschnitt von Nachteil ist, weil man Mühe hat, hinter den symmetrisch angeordneten Fenstern die Räume ordentlich und sinnvoll zu verteilen.

Bild

- auf Krüppelwalmdächer bei Hartdächern!

auf die Form des Krüppelwalmdachs griff man aus 2 Gründen zurück: a) konnte man damit die Höhe der Querwände niedrig halten und so Mauerziegel sparen, und b) wurde dadurch das Reetdach weit nach unten geführt und abgerundet, um so den Windkräften oben am First keine Angriffspunkte zur Zerstörung des Dachs zu geben. Für hartgedeckte Dächer gibt es keinen nachvollziehbaren Grund, außer der Form willen, am Krüppelwalmdach festzuhalten.

- auf Sprossenfenster!

Sprossenfenster gehören in jeglicher Beziehung dem vergangenen Jahrtausend an. Heute sind Sprossen reine Zierformen, wo sie früher als statisch notwendiges Element zur Befestigung der Fensterscheiben dienten. Zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg waren die Baumeister so gesehen schon weiter als wir heute, in dem sie auf unnötige Sprossen verzichteten.        

Worüber nachgedacht werden sollte:

- Verwendung von neuen Materialien wie zB. Blechen als Eindeckung, Glas, Stahl.

- Dächer sollten auch mit Blechen (Zinkblech, Profilblech) eingedeckt oder mit Grasdächern versehen werden können. Ebenso natürlich mit Solarzellen, die die ganze Dachfläche einnehmen. 

- Wände (und auch Dächer) sollten nach Süden hin in Glas ausgeführt werden können zum “Auffangen” von Sonnenenergie. Beschränkungen in den Ortsgestaltungssatzungen der Gemeinden hinsichtlich maximaler Anteile von Fensterflächen sowie des dreiseitigen Einfassens von Fenstern mit Mauerwerk sind hinderlich.

- Verwendung von Stahlfenstern und-türen anstelle von Holz oder Kunststoff. Stahlfenster haben feingliedrige Profile,die heutzutage auch thermisch getrennt sind, so daß es keine Kondensationsprobleme auf kalten Profilen gibt. 

- Einführung von neuen Belichtungselementen im Reetdach, zB. Firstfenster beim Ausbau des gesamten Dachraums

- Verwendung von offenen und fließenden Grundrissen anstatt des “Flurtyps”, bei dem der Flur als Achse und Verteiler fungiert. 

offener Grundriß
fließender Grundriß
Stahltür in Mauerwerk

Was zukünftig unbedingt Standard werden sollte:

- Wärmedämmmaß auf Niedrigenergiehaus-Niveau läßt sich heute ohne große Mehrkosten  beim Neubau realisieren und hat sich innerhalb kürzester Zeit bei steigenden Energiepreisen amortisiert. 

- Regenwassernutzung als Brauchwasser für WC, Waschmaschine und Dusche

- Erzeugung von Strom und heißem Wasser durch Solarzellen und Solarkollektoren.

 

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Abgerundetes Rechteck Abgerundetes Rechteck

Unter “Schönes Haus 1 - 3” führe ich einige exemplarisch schöne Gebäude vor, die sich auch auf Föhr verwirklichen ließen. Gemein ist ihnen allen, daß sie sich von dem gebauten Allerlei abheben und eine eigenen Persönlichkeit haben. Auch grundrißlich sind diese Gebäude bemerkenswert.

Abgerundetes Rechteck Abgerundetes Rechteck Abgerundetes Rechteck