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Architekturbüro Charly Rickmers

Büro für Mauerwerksbau, Gebäudesanierung und Ökologisches Bauen

 Die neue Landesbauordnung (1. März 2000)

Einlieger = Steuersparendes Phantom, wird zB. “Großvater” gerufen. Die vermeintliche Anwesenheit wird bei der Schlußabnahme durch herumliegende lange Männerunterhosen, Gebiß und Krückstock demonstriert, außerdem benötigt man vom Sperrmüll eine Spüle, ein Bett und einen Wandschrank. Wenn die sog. E.wohnung anerkannt ist, fliegt der Krempel raus, und der Ausbau von Sauna, Kellerbar oder Werkstatt kann losgehen. (siehe auch Bauabnahme, Nachtrag)

Seit dem 01.März 2000 ist eine neue Landesbauordnung (LBO) für Schleswig-Holstein gültig. Gegenüber der alten LBO hat sich meines Erachtens nicht so sehr viel verändert, jedoch sind folgende Änderungen für Bauherren doch von Bedeutung:

§ 37 der LBO “Dächer”  Der Paragraph lautet jetzt wie folgt:

(1) Bedachungen müssen gegen Flugfeuer und strahlende Wärme widerstandsfähig sein (harte Bedachung).

(2) Bedachungen, die die Anforderungen nach Absatz 1 nicht erfüllen, sind bei Gebäuden geringer Höhe zulässig, wenn die Gebäude

1. einen Abstand von der Grundstücksgrenze von mindestens 12m,

2. von Gebäuden auf demselben Grundstück mit harter Bedachung einen Abstand von mindestens 15m,

3. von Gebäuden auf demselben Grundstück mit Bedachungen, die die Anforderungen nach Absatz 1 nicht erfüllen, einen Abstand von mindestens 24m,

4. von kleinen, nur Nebenzwecken dienenden Gebäuden ohne Feuerstätte auf demselben Grundstück einen Abstand von mindestens 5m

einhalten. Soweit Gebäude nach Satz 1 Abstand halten müssen, genügt bei Wohngebäuden geringer Höhe mit nicht mehr als 2 Wohnungen und Ferienwohngebäuden  geringer Höhe mit nicht mehr als 2 Ferienwohnungen inden Fällen

1. der Nummer 1 ein Abstand von mindestens 6m,

2. der Nummer 2 ein Abstand von mindestens 9m,

3.  der Nummer 3 ein Abstand von mindestens 12m und

4. der Nummer 4 ein Abstand von mindestens 3m.

 Gebäude mit harter Bedachung müssen von vorhandenen Gebäuden mit weicher Bedachung nach Satz 1 auf demselben Grundstück einen Abstand von mindestens 15m, von vorhandenen Gebäuden mit weicher Bedachung nach Satz 2 auf demselben Grundstück einen Abstand von mindestens 9m einhalten. Ausnahmen von Satz 1 und 2 sind auf Halligen, Warften sowie in Ortskernen mit bauhistorisch oder volkskundlich wertvollem Baubestand zulässig, wenn wegen der Lage der Gebäude zueinander Bedenken hinsichtlich des Brandschutzes zurückgestellt werden können. Ausnahmen von Satz 3 können gestattet werden, wenn wegen des Brandschutzes Bedenken nicht bestehen. Zur Befestigung weicher Bedachung dürfen nur nichtbrennbare Stoffe verwendet werden. Die Ausgänge weichgedeckter Gebäude sind gegen herabrutschende brennende Dachteile in ausreichender Breite zu schützen. In den Fällen des Satzes 1 Nr.1 und des Satzes 2 Nr.1 gilt §6 Abs.2 Satz 2 entsprechend.

(3) Die Absätze .........(Der Paragraph 37 beinhaltet insgesamt 11 Absätze!, C.Rickmers))

Kommentar: Das heißt, daß reetgedeckte Gebäude mit bis zu 2 Wohnungen oder 2 Ferienwohnungen einen Grenzabstand von 6m benötigen; wenn das Gebäude an einer Straße oder sonstigen öffentlichen Fläche liegt, kann die Hälfte der öffentlichen Fläche auch mitgerechnet werden. Falls die Straße 6m breit ist, bräuchte der Abstand zur eigenen Grenze also nur 3m sein.

§ 52 der LBO “Wohnungen”  der Paragraph lautet jetzt wie folgt:

(1) Jede Wohnung muß von anderen Wohnungen und fremden Räumen baulich abgeschlossen sein und einen eigenen, abschließbaren Zugang unmittelbar vom Freien, von einem Treppenhaus oder einem Flur haben. Wohnungen in Wohngebäuden mit nicht mehr als 2 Wohnungen brauchen nicht abgeschlossen zu sein. Wohnungen in Gebäuden, die nicht nur zum Wohnen dienen, müssen einen besonderen Zugang haben; gemeinsame Zugänge können gestattet werden, wenn Gefahren oder unzumutbare Belästigungen für die Benutzerinnen oder Benutzer der Wohnungen nicht entstehen.

(2) In Gebäuden mit mehr als 2 Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen Wohn-und Schlafräume, eine Toilette, ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht, soweit die Anforderungen, insbesondere wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus eines sonst nicht erforderlichen Aufzugs oder wegen ungünstiger vorhandener Bebauung, nur mit unverhältnismäßigem Mehraufwand erfüllt werden können.

(3) Jede Wohnung muß eine Küche oder eine Kochnische haben; §51 Abs.1 und 2 ist anzuwenden. Von einer Beleuchtung durch notwendige Fenster kann bei Kochnischen abesehen werden, wenn eine ausreichend große Öffnung zu einem anderen Aufenthaltsraum besteht.

(4) Jede Wohnung muß über Abstellraum von mindestens 6m² verfügen; davon muß mindestens 1m² innerhalb der Wohnung liegen.

(5) Für Wohngebäude mit mehr als 2 Vollgeschossen sollen leicht erreichbare und gut zugängliche abschließbare Abstellräume für Kinderwagen, Fahrräder und bei behindertengerechten Wohnungen auch für Rollstühle hergestellt werden. Sie sind auch ebenerdig in der Abstandsfläche von Gebäuden zulässig.

(6) Für Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen sollen ausreichend große Trockenräume zur gemeinschaftlichen Benutzung eingerichtet werden.     

Kommentar: Das heißt, daß sobald ein Gebäude mehr als 2 Wohnungen hat, ein Geschoß des Gebäudes rollstuhlgerecht ausgeführt sein muß. Weiter ist noch angegeben, welche Räume mit dem Rollstuhl erreichbar sein müssen.

§ 69 der LBO “Genehmigungs-und anzeigefreie Vorhaben”  der Paragraph lautet jetzt wie folgt:

(1) Die Errichtung, Herstellung, und Änderung folgender baulicher Anlagen sowie anderer Anlagen und Einrichtungen bedarf keiner Baugenehmigung oder Bauanzeige:

1. Gebäude ohne Aufenthaltsräume, ohne Aborte und ohne Feuerstätten mit Ausnahme von Garagen, Verkaufs-und Ausstellungsständen sowie untergeordnete bauliche Anlagen bis zu 30m³ - im Außenbereich bis zu 10m³ - umbauten Raumes,

1a. notwendige Garagen nach §6 Abs.10 sowie notwendige Garagen in den Abmessungen des §6 Abs. 10,

2. Gartenlauben .......  (Der Absatz 1 führt insgesamt 54 Punkte auf, C.Rickmers)

Kommentar: Das heißt, daß Garagen und Carports prinzipiell genehmigungsfrei sind, jedoch müssen nach wie vor bestimmte Größen und Grenzabstände eingehalten werden!!! Zur Erläuterung sei hier der Paragraph 6 “Abstandsflächen” Abs.10 aufgeführt:

§ 6 der LBO “Abstandsflächen”

(10) Auf einem Baugrundstück sind in den Abstandsflächen von Gebäuden sowie ohne eigene Abstandsflächen oder mit einer bis auf 1m Tiefe verringerten Abstandsfläche

1. Garagen

2. Gebäude ohne Feuerstätten und Aufenthaltsräume, die dem Fernmeldewesen, der öffentlichen Energie-oder Wasserversorgung oder der öffentlichen Abwasserbeseitigung dienen,

3. sonstige Gebäude ohne Aufenthaltsräume und

4. Stützmauern und geschlossene Einfriedigungen bis zu einer Höhe von 1,50m, in Gewerbe-und Industriegebieten bis zu einer Höhe von 2m,

zulässig. Soweit die in Satz 1 genannten Gebäude den Abstand zur Grundstücksgrenze von 3m unterschreiten, darf einschließlich darauf errichteter Anlagen zur Gewinnung von Solarenergie

1. deren Gesamtlänge an keiner der jeweiligen Grundstücksgrenzen des Baugrundstücks größer als 9m sein und

2. deren mittlere Wandhöhe 2,75m über der an der Grundstücksgrenze festgelegten Geländeoberfläche nicht übersteigen.

In den in Satz 1 Nr.3 genannten Gebäuden sind Leitungen und Zähler für Energie und Wasser, Feuerstätten für flüssige oder gasförmige Brennstoffe mit einer Nennwärmeleistung bis zu 28 kW und Wärmepumpen entsprechender Leistung zulässig.   

Alles Klar?!

Abgerundetes Rechteck Rechteck